VisitChina.de Tagebucheintrag Tibetreise 2: Gyantse

Wir mussten heute leider unsere geplante Route aendern, weil die Strecke ueber den türkisfarbenen Yamdrok-See nach Gyantse wegen Bauarbeiten gesperrt war… Das ist zum Einen sehr Schade, weil wir damit ein paar Hoehepunkte der Reise ( Kloster Samding) auslassen muessen und zum Anderen, weil wir damit nochmals von Lhasa aus nach Norden ueber Yangpachen fahren muessen und der Weg sehr weit und beschwerlich war ( den ich ja dann am Ende der Reise sogar nochmals zureuck fahren muss …). Besonders die Ueberquerung des 5300m hohen Shogu La Passes stellt sich als eine ziemlich Tortor dar, denn es handelt sich durch die Aneinanderreihung von vielen Baustellen mehr umeinen Steinbruch als um einen Highway! Ohne Jeep mit Allrad und entspechender Bodenfreiheit waere ueberhaupt kein Durchkommen. Erschwerend kommt hinzu, dass die Strassen quasi nur einspurig sind und alle paar Kilometer voellig ueberladene Lastwaegen haengenbleiben und den Weg versperren (soweit sie nicht umkippen und in die Schluchten stuerzen). Spaeter liegt plotezlich eine Wuestenbene mit grossen Sandduenen vor uns und wenig spaeter dann fahren wir hinab in ein gruenes, systematisch bewaessertes grosses Hochtal. Nach 10 Stunden Fahrt erreichen wir dann schliesslich Gyantse. Nachdem das Licht an diesem Abendwirklich schoen ist und man ja nie wiess wie es morgen wird, gehe ich vor dem Abendessen dann nochmals etwas raus zum Fotografieren. Die Stadt schmiegt sich in einen Halbkreis von Hügeln, die sich aus dem breiten Tal wie ein natürliches Amphitheater erheben und bietet den Anblick einer traditionell tibetisch erbauten Stadt, die bisher von modernen „Architektursünden“ bisher weitgehend verschont geblieben ist. Auf einem kahlen Berggipfel thront die Festung hoch über der Stadt. Früher war Gyantse Mittelpunkt des Wollhandels, den Tibet mit Indien, Nepal, Bhutan und Sikkim unterhielt.

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