VisitChina.de Tagebucheintrag Tibetreise 2: Reting

Morgens Lhasa mit 3 Jeeps in Richtung Norden zum Kloster Reting verlassen. Bekommen dabei einen ersten Eindruck der Strassenverhaeltnisse ausserhalb Lhasas, welche sich mit meinen Erfahrungen aus Osttibet decken. Nach etwa 180 km und einer Fahrtzeit von 6 Stunden erreichen wir unser Ziel auf 4200m Hoehe … die Luft wird schon duenn und der erste Drang nach einem Foto vom Dach des Klosters endet nach den erste 10 Stufen der Treppe… Wir treffen hier unsere Trekkingmannschaft ( Nepalische Sherpas inkl. Koch) und bauen zusammen die Zelte auf. Leider scheinen die Moenche und/oder deren Besucher nicht sehr viel vom Umweltschutz zu halten, den der eigentlich so schoene Wacholderwald gleicht einer Muellhalde! Leider einer ein Anblick den wir waehrend unsere Reise noch oefters haben werden. Das Kloster Reting liegt inmitten eines ausgedehnten, mystischen Wacholderwaldes, dessen Baumbestand wir auf etwa 400 Jahre alt geschaetz haben. Die Geschichte sagt, dass seine Gründung (1057) auf Drom Tönpa, Atishas bedeutendsten Schüler, zurückgeht. Aus seinen zu Boden gefallenen Haarsträhnen – heißt es – soll der Wald gewachsen sein. Drom Tönpa und seine Nachfolger entwickelten die geistigen Grundlagen des Kadampa-Ordens (Geistiger-Rat-Orden). Nachdem Tsongkhapa längere Zeit hier weilte, ging das Kloster vom Kadampa- zum Gelugpa-Orden über. Der letzte Reting Rinpotsche diente dem 14. Dalai Lama als Regent. Wir besichtigen abends die neu erbaute Versammlungshalle und umrunden den gesamten Klosterkomplex mit seinen zahlreichen Chörten auf dem Lingkhor (äußerer Umwandlungsweg; ca. 1 Stunde).

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