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Nov 272005
 

Die großen Kanäle, welche die flache Ebene zwischen Shanghai und Hangzhou durchziehen, faszinieren mich immer wieder. Der bekannteste Teil ist natürlich der Kaiserkanal der sich seit 1400 Jahren auf 1800km nach Beijing verläuft, wobei derzeit nur noch etwa die Hälfte aktiv ist. Anderseits werden die Wasserwege immer noch sehr intensiv genutzt, sind sie doch die günstige Transportmöglichkeit, speziell um schwere Last, wie z.B. Kohle für die Kraftwerke zu transportieren. Als ich am Wochenende Richtung Huzhou am Tai Hu See unterwegs war, konnte ich zu meinem erstaunen sehen, wie ein neuer Kanal ausgehoben wurde. Dachte zuerst, dass es vielleicht Teil des neuen Großprojektes ist, welches Wasser vom Süden in den wasserarmen Norden Chinas bringen soll. Einheimische haben mir dann den Hintergrund für diese neue Wasserstrasse erklärt: Für all die vielen Baustellen benötigt Shanghai noch mehr Steine, die es im Schwemmland um die Stadt nicht gibt und die somit aus den Bergen (Mogan ?) herangeschafft werden müssen. In f

Nov 252005
 

Habe neulich einen Artikel über eine Neuseeländerin gelesen, die zwar seit vielen Jahren in Deutschland lebt und doch für die volle gesellschaftliche Integration die Erinnerung an ein Deutsche Kindheit gefehlt hat. Aus diesem Grund begann sie Daten zu sammelt, welche eine typisch Deutsche Kindheit ausmachen. Wäre interessant das Gleiche mal für China zu machen, denn gerade dort fehlt es mir mit Chinesen immer an Anknüpfungspunkten. Räuber Hotzenplotz, Priel Blumen und Dolomiti Eis kennt man hier nicht und auch Lego-Bausteine sind erst der jüngsten Generation ein Begriff. Bisher will es mir noch nicht gelingen, die Chinesischen Gegenstücke zu finden. Die meisten Geschichten drehen sich dann um das Spiel auf der Strasse und der Zeit in der Schule. Anderseits wird einem damit bewusst, dass man als Deutscher, nach Kindheitserinnerungen gefragt, gerne mit der Aufzählung von Fernsehserien und Konsumgütern aus jeder Zeit beginnt …

Nov 202005
 

Ich greife nochmals das Thema Buntes China von gestern auf, denn ich bin gerade beim Scannen meiner Kunming Fotos auf diese wunderbare Schleuse gestoßen … wäre ja eigentlich eine sehr schöne Landschaft dort, so frage ich mich, wie kann jemand auf die Idee kommen mit diesem abstoßenden Lego-Bau Disney Land Konkurrenz machen zu wollen ?!Im Übrigen möchte ich hier mal wieder den Erfinder und Hersteller dieser schrecklichen Rot-weiß-blauen Planen verfluchen, dessen Produkt sich wie eine Seuche in China und dem Rest der Welt verbreitet und für eine große Anzahl verpatzter Fotos verantwortlich ist….mal ganz von alltäglichen optischen Umweltverschmutzung abgesehen.

Nov 192005
 

In diesem Land ist doch alles Fake … selbst die Küken auf dem Markt werden gefärbt um die Kauflust der Kinder zu steigern. Unglaublich! Wo ich schon beim Thema Fakes=Plagiate bin : Was mir derzeit in den Kaufhäusern wieder extrem auffällt sind die eigenartigen Markennamen und Logos, welche nahe den internationalen Luxusmarken, als merkwürdige Bastarde auftreten. Neben dem Northface-Laden findet sich Northwind, neben Columbia die Marke Kolum mit … Outdoor-Equipment. Gibt inzwischen sehr viele kreative Schöpfungen, die vermutlich Chinas Reaktion auf den wachsenden Druck der WTO hinsichtlich allzu dreister Fakes ist. Erstaunlicherweise scheint der deutsche Referenzraum hier besonders beliebt zu sein, um Retortenmarken mit der Assoziation solider Qualität auszurüsten.

Nov 162005
 

In Shanghai ist’s seit gestern schlagartig um 10°C kälter geworden, wo ich doch letztes Wochenende noch den ganzen Tag im Tshirt rumgelaufen bin. Der Herbst fällt wie jedes Jahr aus, die Chinesen ziehen wieder ihre weißen, langen Unterhosen an und selbst unser Schweizer Praktikant hatte heute keine kurzen Hosen mehr an … der Winter kommt.

Nov 132005
 

Manchmal lohnt es sich vor Betreten eines Restaurants um das Gebäude rumzugehen und in die Küchen zu blicken…erleichtert die Entscheidung ob man dort die Nahrungsaufnahme durchführen will ,-) Anderseits soll man sich hier in China auch nicht verrückt machen – ich persönlich gehe oftmals in etwas einfachere Garküchen und hatte anschließend nie ernsthafte Probleme…Langzeitschäden mal ausgenommen.

Nov 072005
 

Herr 077599 hat ein neues Auto. Herr 077599 nimmt mich morgens oft mit seinem blauen Taxi mit in die Arbeit, doch heute wäre ich fast an ihm vorbeigelaufen. Auch er hat mich zuerst nicht erblickt, denn so vertieft war er seinen neuen Santana 3000 zu polieren. Stolz ließ er mich dann anschließend einsteigen und kurz habe ich seine sichtliche Freude geteilt. Doch nach ein paar Metern Fahrt war mir schnell klar, wie sehr ich seinen alten, verrosteten, klappernden VW Santana jetzt schon vermisse … die schöne, weiche, eingesessene Rücksitzbank, das sanfte Schaukeln der alten Stossdämpfer! Wie soll ich morgens auf diesem harten Sitz noch etwas schlafen, zudem durch die giftigen Bremsen ständig aufgeschreckt? Wie soll ich träumen ohne das beruhigende Quietschen der linken Tür und Pfeifen der nicht schließenden Seitenscheiben? Na ja, ich werde mir ein anderes, altes Taxi suchen müssen und Herr 077599 wird die Langnase wiedermal nicht verstehen…

Nov 052005
 

Als ich in den ersten Monaten hier in Shanghai einen Chinesischen Kollegen fragte, wo man so richtig typische Gerichte der Küche Shanghais bekommt , wurde mir ein kleines Restaurant in der Funming Road genannt … na ja, klein und sehr unauffällig war auch nur der Eingang, den ging man erstmal um paar Ecken, den schmalen Gang entlang, fand man sich einem großen Speisesaal wieder, voll mit lärmenden, schmatzenden Chinesen. Ausländer sah man damals keinen Einzigen, das Essen war sehr billig und schmeckte wirklich hervorragend (wenn man es mit den hygienischen Verhältnissen und den Tischmanieren nicht so genau nahm). Ich war seitdem regelmäßig dort , doch seit ein paar Monaten tauchen immer mehr Langnasen auf … den Grund habe ich soeben durch Zufall entdeckt: In meinem neuen Lonely-Planet-Reiseführer China wird das Baoluo Jiolou als DIE kulinarische Empfehlung in Shanghai genannt. Super, vielen Dank liebe Autoren, denn jetzt ist’s bald vorbei mit den kleinen Preisen und dem typischen Geschmack…Dass die Luft

Nov 032005
 

Graffiti im klassischen Sinn sieht man ja in den Strassen China sehr selten, wobei sich inzwischen eine andere, sehr pragmatische Form der Fassaden-Gestaltung etabliert hat. Handwerker preisen ihre Dienstleistungen an, indem sie ihre Kontaktdaten per Sprühdose oder Pinselstrich in der Stadt verbreiten. Wer benötigt da noch die Gelben Seiten, wenn doch an vielen Hauswaenden, speziell nahe Baustellen, die Nummer griffbreit ist. Anderseits denke ich nicht, dass diese Kunstform in China offiziell erlaubt ist und die Täter sind prinzipbedingt durch Ihre Telefonnummer leicht ausfindig zu machen…