VisitChina.de Tagebucheintrag # 397 ( von 479 )

Hab’ mit zwei Kollegen ein nettes privates Wochenende in Hongkong verbracht… ja ja, bei anderen Firmen wird so was als Teambuilding gesponsert, aber wir zahlen das ja aus eigener Tasche… und die war danach wirklich erschreckend leer! Am Flughafen in Shanghai mussten wir aber erstmal feststellen, dass sich die Chinesen schon wieder einen neues, zusätzliches Formular ausgedacht haben: Neben dem Departure- / Entry- und Medical Form, gilt es jetzt bei Ein- und Ausreise einen Zettel für die Zolldeklaration auszufüllen … kann ja sein, dass so was vorher schon theoretisch existierte, aber niemand hat sich darum gekümmert. Nun ist es offiziell obligatorisch und so wird man aufgefordert neben dem üblichen Dingen wie Ausfuhr von Waffen, Drogen und größeren Geldmengen nun auch alle Waren über 5000 RMB (500€) anzugeben… explizit genannt sind dabei auch Kameras und Laptops die inzwischen zur üblichen Reiseausstattung für Geschäftsreisende gehören und für die man als gestresster Businessman, der sowieso immer in le

VisitChina.de Tagebucheintrag # 396 ( von 479 )

Was in Shanghai immer wieder angenehm auffällt ist, dass die Bewohner sehr schnell neue geschaffene Plätze und Parks in der Stadt annehmen, sie benutzen, sie bevölkern, es sich dort bequem machen, als wenn sie schon immer da gewesen wären. Aus allen Häuser strömen z.B. abends die Menschen an den kleinen künstlichen See vor meiner Wohnanlage, bepackt mit Liegestühlen, Kartenspielen, der obligatorischen Flasche Tee. Arbeiter der nahegelegenen Baustelle schlendern herbei, schauen neugierig mit Ihren gelben Helmen anderen über die Schultern, welche den Gesaengen aus fernen Provinzen lauschen. Erinnere mich dann schon oft daran, wie trostlos leer so manche Parks, speziell in Neubaugebieten in Deutschland sind.

VisitChina.de Tagebucheintrag # 395 ( von 479 )

Einmal im Leben so cool und lässig wie die Chinesen sein ,-) Gerade noch den Ochsenkarren auf dem Reisfeld vor der Stadt abgestellt und heute schon mit Gucci-Sonnebrille, den Kargen des Armini-Hemdes hochgeschlagen, mit neustem Handy am Ohr durch die Nachwelt Shanghais ziehen, während daneben Arbeiter aus dem gleichen Dorf für wenige Yuan auf dem Baugerüst Ihr Lebens auf Spiel setzen… man möge mir diesen Sarkasmus verzeihen, aber zu häufig muss ich mich über diese neureiche Arroganz aufregen. Dass Shanghai gerade eine Blüte wiederholt, die es schon vor über 60 Jahren durchlebt hat, lässt sich schön in dem Buch ‘Weisse Wolken über gelber Erde ‘ von Herbert Tichy nachvollziehen, welches ich gerade mit Begeisterung lese. Darin beschreibt er Shanghai ‘…Tausende Autos, zehntausende Rikschas, Millionen Fußgänger schieben sich durch die Strassen. In den modernsten, teuersten Autos fliegen die Sieger im Wettrennen um Erfolg über den Asphalt. In armseligen Lumpen schleppen sich die Verlierer durch das Labyrinth d

VisitChina.de Tagebucheintrag # 394 ( von 479 )

Das Chinesische Geld… da ich öfters Anfragen von Deutschen bekomme, die hier in China arbeiten wollen und dabei bei Vertragsabschluss mit dem Thema Konvertierung von RMB in Euro konfrontiert werden, habe ich hier mal eine kurze Zusammenfassung geschrieben (ohne Gewähr – stellt nur meinen heutigen Wissenstand dar !):Renminbi (RMB), wie der offizielle Name der Chinesische Währung lautet ( Chinesen sagen Yuan), kann laut geltendem Gesetz grundsätzlich nicht frei in eine andere Währung konvertiert werden. Das bedeutet, dass man weder auf die Bank gehen kann um Bargeld in Euro zutauschen, noch kann man RMB von einem Chinesischen Konto ins Ausland überweisen. (es gibt wenige Ausnahmen, wie z.B. für Auslandsreisen, wobei die Betrage gering sind) So ergibt sich das Problem, dass man das Geld, welches man hier als Arbeitnehmer ansammelt quasi nicht aus dem Land schaffen kann – sprich’ man muss es hier auch ausgeben (Für manche kein Problem…) Das ist übrigens auch ein Grund für die hohen Immobilienpreise in Shangha

VisitChina.de Tagebucheintrag # 393 ( von 479 )

Bin gerade dabei, mal eine nicht ganz ernstzunehmende Ausrüstungsliste für den Sommer in Shanghai zusammenzustellen … die Sonnenschutzmaske Modell Darth Vader steht auf alle Fälle ganz oben ! Amüsiere mich ja immer wieder wie doof die aussehen und wie beliebt diese dennoch bei der sonst so modebewussten Damenwelt Shanghais sind. ( Zudem bin ich natürlich dem Erfinder neidisch, mit welchen simplen Produkten man Geld machen kann) Gefolgt wird dieses Utensil sicherlich von den modischen hautfarbenen Nylonsocken für den Mann und dem Flanier-Nachthemd für den abendlichen Einkauf bzw.zur vorbildlichen Durchführung des Klappstuhlabendprogrammes.

VisitChina.de Tagebucheintrag # 392 ( von 479 )

Wenn man in letzter Zeit öfters mit dem Taxi fährt und all diese Werbeschildchen an den Kopfstützen studiert, könnte man meinen, die ganze Stadt steht Schlage für eine Schönheitsoperation. Vermehrt lächeln einem große Augen, Silikonlippen und vergrößerte Oberweiten entgegen. Diese Spezialkliniken schießen wie Pilze aus dem Boden bzw. scheinen viele ehemals staatliche Krankenhäuser dieses lukrative Geschäft entdeckt zu haben. Im Gegensatz zu dieser medizinischen Ausrüstung habe ich auf der anderen Seite das Gefühl der Service für normale, nicht so zahlungskräftige Burger reduziert sich in den Krankhäusern immer mehr, bzw. sehen sich viele ärmer Bevölkerungsschichten plötzlich damit konfrontiert, dass vom ehemaligen Versorgungssystem der Kommunistischen Zeit nur noch die Grundversorgung übrig ist. Umso schlimmer, als es hier in China fast niemand nur Ansatzweise nach unseren Maßstäben Krankenversichert ist. Es häufen sich die Geschichten, dass Leute nach Verkehrsunfällen halbtot auf der Strasse lagen und alle B

VisitChina.de Tagebucheintrag # 391 ( von 479 )

War gestern Abend mal wieder im Ala Shanghai – das ist eine Bar in der Maoming Lu welche ich seit meinen ersten Tagen in Shanghai gerne besuche – ist ja nicht so üblich, dass irgendwas in dieser Stadt so lange existiert und gerade die Maoming Lu wurde ja schon oft totgesagt. Wirklich sehr nett darin, mit guter Liveband, vergleichsweise günstigem Bier (355ml für 3€ ) und kaum Langnasen. Anderseits hab’ ich gestern mitbekommen, dass die Chinesen hier für einen Platz am kleinen Stehtisch mindestens eine große Flasche Whiskey für umgerechnet 60€ bestellen müssen! Da sitzen dann da 3 ‘junge Bürscherl ‘, von denen meiner Meinung nach keiner mehr als 250€ im Monat verdient um solch’ ein Flasche und schütten sich den Jack Daniels gemischt mit eisgekühltem grünem Tee hinein … es gibt in dieser Stadt immer noch vieles was ich nicht verstehe.’