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Mar 282005
 

Baulärm … könnt Ihr Euch vorstellen, dass z.B. in München, Mitten in einem Wohngebiet auf einer Baustelle 24 Stunden, 7 Tage die Woche lärmend gearbeitet wird … dass Sonntagnachts um 3 Uhr plötzlich schweres Baugerät beginnt Betonpfähle in den Boden zu rammen ? Ich denke in Deutschland würden die Schlagzeilen und Buergerproteste nicht lange auf sich warten lassen… nicht so in Shanghai, wo ich eine dieser Baustellen in direkter Nähe habe, der Boden Nachts bebt und scheinbar der Stolz über den Boom bei den Anwohnern überwiegt … die Belange des Einzelnen müssen sich dem Fortschritt unterordnen. Denkt jetzt aber nicht, dass China theoretisch rechtsfreier Raum ist – im Gegenteil, es kann leicht mit all seinen Gesetzen, Richtlinien und Paragraphen mit Deutschland mithalten, nur ist die Auslegung hier flexibler, Kontrollinstanzen rar und wenn halt so ein investitionsintensives Immobilienprojekt ansteht, lässt sich sicher jemand in entsprechender Stelle finden, der eine Sondergenehmigung ausstellt …

Mar 272005
 

Und, wo haben sie Ihre Waschmaschine stehen … doch wohl nicht im Keller ?!? Dass in China vieles anders ist, habe ich ja schon bemerkt … als ich aber heute mit einem Sonntäglichen Kaffee in der Hand den Blick vom Balkon aus über die Dächer Shanghais wandern lies, entdeckte ich am gegenüberliegenden Hausdach einen sonderbaren weißen Kasten… dass man hier in China sehr gerne mal seine Wohnfläche durch kleine selbstgebastelte Balkone, Erker und Überdächer erweitert ist nicht Neues, aber die Entdeckung eines eigens für eine Waschmaschine aufgesetzten Häuschens auf Dach ist wirklich originell! Anderseits wirklich typisch Chinesisch praktisch gedacht, denn da war halt noch Platz und so kann man die frische Wäsche gleicht vor Ort zum Trocknen aufhängen. Muss bei schönem Wetter unbedingt mal mit einem Großen Objektiv die anderen kreativen Ideen meiner Nachbarn auskundschaften… frohe Ostern übrigens !

Mar 262005
 

Über was ich mich in Korea amüsiert habe, waren die Gefahrenschilder auf den Baustellen, die als Comic aufgemacht sind, aber anderseits sehr drastisch auf Gefahren hinweisen. Die Überschrift zum ganz rechten Schild wurde mir sinngemäß übersetzt mit: ‘Wenn Du nicht auf deine Umgebung aufpasst, wird dir das später sehr leid tun. Zurück in China: Hab’ heute mal einem dieser ‘professionellen Fahrradservice Ich-AGs’ zugesehen … also den Männern, welche an jeder Straßenecke zu finden sind und Fahrräder reparieren. Dachte mir, im Land der Millionen Fahrräder dürfte man diese Kunst zur Perfektion gebracht haben. Na ja, leider habe ich zu meiner Verwunderung feststellen müssen, dass er beim Flicken der 3 Fahrradreifen, bei welchen ich ihn beobachten durfte, jedes Mal einen anderen Arbeitsablauf hatte und auch jedes Mal eine anderes Werkzeug benutzte … was halt gerade in der Nähe am Boden lag wurde zum aushebeln, abschleifen und glattklopfen benutzt. Auch hätte ich Ihm gerne den Tipp gegeben, nicht gerade mit den

Mar 072005
 

Kleine Alltagsprobleme einer Langnase: …könnt Ihr Euch vorstellen, welche Konsequenzen es hat, wenn der dichtende Gummiring der Kaffeeversorgungseinheit plötzlich das Zeitliche segnet ?!? In Deutschland keine großen, aber hier im Land der Teetrinker sind die Espressokannen nicht gerade an jeder Ecke zu bekommen. Gerade noch habe ich mich so darüber gefreut, dass ich durch den neuen Gasherd morgens noch schneller an das lebensspendende Elixier komme und jetzt, nach jahrelangem, klaglosem Dienst, aus heiterem Himmel hat das Ding heute morgen beschlossen, am Gegenstück hängenzubleiben, rauszuspringen und ist jetzt im aufgequollenem, brühigem Zustand selbst unter Einsatz diverser Hilfsmittel nicht mehr davon zu überzeugen in seine gewohnte Position neben dem Sieb zurückzukehren… Naja, einen Ingenieur ist nix zu schwör und ich werde schon eine Idee haben. Ist ja nicht das erste Ersatzteilversorgungsproblem das ich in China zu lösen habe… doch mir tun jetzt schon meine Kollegen leid, die mich morgen früh erst

Mar 062005
 

Da heute die Sonne rausgekommen ist und ich die Hoffnung auf einen baldigen Frühlingsanfang habe, möchte ich meine Negativ-Serie hier im Tagebuch mit drei Bildern von den Straßen Shanghai abschließen… alle am gleichen Tag aufgenommen. Vielleicht versteht Ihr dann, mit welchen Eindrücken man hier täglich konfrontiert wird, die sich negativ aufs Gemüt schlagen können. Ein Mann zieht bettelnd durch die Einkaufsstrassen, an einer Leine einen kleinen Affen, dem eine Hand fehlt. Das erste Gefühl ist natürlich Mitleid mit dem Tier. Als nach ein paar Meter eine ganze Gruppe Männer auftaucht, jeweils mit einem Affen mit fehlenden Gliedmassen der an eine Schnur angebunden ist wird mit klar, dass dies kein Zufall ist … die Fluchtgefahr ist damit einfach geringer… Hass gegen diese skrupellosen Menschen steigt auf. Ein Ecke weiter sitzt ein kleines Mädchen bettelnd auf dem kalten, nassen Boden. Als ich ihm etwas Geld gebe entdecke ich die Mutter, welche aus sicherer Entfernung den Vorgang beobachtet. Plötzlich sehe

Mar 012005
 

Ni hao laoshi… manchmal muss man sich ja im Leben selbst bewusst unter Druck setzen… darum schreibe ich heute und hier offiziell, dass ich ab sofort wieder einmal in der Woche 2 Stunden privaten Chinesisch-Unterricht nehme. Das ist nicht viel, schlussendlich zählt doch der gute Wille ! Der letzte Versuch liegt nun fast zwei Jahre zurück und scheiterte nach nur paar Stunden daran, dass SARS über China hereinbrach und dieser ‘Ausnahmezustand’ ein willkommener Anlass war mich ohne Gesichtsverlust aus dem Klassenzimmer zu schleichen… Leider hat es sich bestätigt, dass man Chinesisch nicht einfach auf der Strasse aufschnappt – selbst wenn einem ein Wort bewusst zwanzigmal vorsagt wird, ist ohne Grundlagenkenntnisse zur Lautbildung und den Tonhöhen die Chance nicht übermäßig groß, dieses wirklich richtig zu wiederholen – oft profitiert man nur davon, dass unser Gegenüber schon erahnt, was die Langnase sagen will. Was für unsere westlichen Ohren vielleicht gleich klingen mag, könnte schnell was ganz anderes be