VisitChina.de Tagebucheintrag # 261 ( von 479 )

Schon zwei Jahre in Shanghai… was soll ich sagen…hatte ja ursprünglich geplant nach dieser Zeit wieder zurück nach Deutschland zu gehen…doch irgendwie ging mir das jetzt eindeutig zu schnell…habe im Moment noch nicht das Gefühl diese Phase abschließen zu können…zu viele interessante Aufgabe sind hier in meinem Job noch zu erledigen, zu viele Ort noch zu besuchen und zu fotografieren … schau mer mal wie’s weitergeht…

VisitChina.de Tagebucheintrag # 260 ( von 479 )

Wollte heute Qing schnell mal den Innenhof von gestern zeigen, aber als wir dort freundlich gefragt haben, ob ich ein paar Bilder machen darf sind wir sofort bei einer Familie in die Wohnung (=Zimmer) eingeladen worden und hatten ein nettes Gespräch über Deutschland, China und die enge Gemeinschaft der Nachbarn in dieser Art alten Shanghaier Vierteln. Habe dabei erfahren, dass dieser Innenhof Teil eines Hotels war, dass vor ca. 100 Jahren gebaut wurde und in den wilden 30’er Jahren ein Bordell war. Es hat sich leider auch bestätigt, dass das Haus noch dieses Jahr abgerissen werden soll und die meisten der fast 100 Bewohner nach Pudong umgesiedelt werden. Werde hier sicher noch mal mit Stativ und Equipment vorbeikommen und mehr Bilder machen…die Familie hat gesagt, wir sollen sie wieder besuchen …das nächste mal müssen wir aber ordentlich was trinken und dann werde ich sehen, wie lustig es bei ihnen immer ist…Bin ganz froh beschlossen zu haben über die Feiertage in Shanghai zu bleiben und mich nicht mit

VisitChina.de Tagebucheintrag # 259 ( von 479 )

Bei einem kleinen Spaziergang habe ich in der Nähe meines neuen Apartments einen wunderschöne Gasse mit Shikumen-Häusern entdeckt und mittendrin einen überdachten Innenhof, der einen eigenen Mikrokosmos darstellt. Ist leider nur wieder nur eine Frage der Zeit bis an einer Wand ‘CHAI’ geschrieben steht …zum Abriss freigegeben. Was ganz anderes: Meine neuste Erfahrung bzw. Selbsterkenntnis ist, dass man im Ausland oft recht Schizophren handelt: Will ich in China Lebensmittel einkaufen, gehe ich in den Supermarkt und nicht auf den Straßenmarkt und greife bevorzug nach maschinell abgepackter Ware, weil Deutsche Denkweise: Industriell hergestellt = ‘keimfrei und qualitätsüberwacht’. Chinesen kaufen hingegen bevorzug frische, offene Ware… möglichst lebend, weil Denkweise: eingepackt = ‘da weis ich nicht was drin ist.. da will mir jemand etwas Altes andrehen…’ Beides ist ja so an sich nicht falsch und lustigerweise würde ich auch in Deutschland eher frische Ware, möglichst noch vom Ökoladen kaufen. Anderseits

VisitChina.de Tagebucheintrag # 258 ( von 479 )

‘Xing nian hao ! Happy new year ! Nach dem Chinesischen Mondkalender feiern heute fast 1/4 der Weltbevölkerung (!) den Beginn des Jahres des Affen – der gilt als ein unruhiges, unberechenbares, listiges und lustiges Wesen, was nach dem Chinesischem Glauben zufolge eine Zeit der Unruhe und der unerwarteten Wendungen verheißt… wir werden sehen. Heute Nacht war natürlich mal wieder ein Höllenlärm durch all die Böller, aber wie schon die Jahre davor gab es kein offizielles Feuerwerk und am Bund haben sie sogar die Fassadenbeleuchtung wie jeden Abend ausgeschaltet, so dass sich kein attraktives Foto ergab :-( Um die Andeutung von Gestern anschaulich zu machen und Euch in Europa mal zu zeigen, was ‘viel los ‘ China bedeutet, hier zwei Bilder die ich heute im Yu-Graden gemacht habe (konnte es doch nicht lassen…)

VisitChina.de Tagebucheintrag # 257 ( von 479 )

‘Blick aus dem Fenster meines neuen Apartments: nach Westen ist das neue Marriott erkennbar, nach Osten der Pearl-Tower. Auch das Peace-Hotel und das Customs-House mit der großen Uhr (von 1927) kann man sehen. Höre Schiffshupen auf dem Huangpu-River. Heute Abend ist wieder die große Knallerei angesagt…werde zum Bund laufen und hoffen, dass es was zu sehen gibt. Denkaufgabe nach Europa: Erlebe heute Nacht das dritte Chinese New Year in Folge, obwohl ich noch nicht zwei Jahre in Shanghai wohne…Richtig, das hängt mit dem Chinesischen Mondkalender zusammen, bei dem die Jahre teils unterschiedliche Längen haben (2002 war es der 12.Februar)Heute weht ein sehr kalter Wind, aber es ist sonnig so dass ich den freien Tag nutze, um die Gegend um mein neues Zuhause zu erkunden und Fotos für meinen kleinen Shanghai-Reisefuehrer zu machen. Wohne ja jetzt nur ein paar Minuten vom Yu-Garden entfernt, der ja nie enttäuscht wenn man die kitschige Seite China kennen lernen möchte – speziell an Chinese New Year wird alles fu

VisitChina.de Tagebucheintrag # 256 ( von 479 )

Geschafft! Der Umzug ins ‘Westin’ ist vollzogen … war anstrengend, auch wenn ich eine Umzugsfirma beauftragt hatte. Irgendwie hat sich über die zwei Jahre doch wieder viel angesammelt und ich werde erstmal Probleme haben, das alles in der neuen Wohnung unterzubringen. Besonders betrifft das die ganzen Küchenutensilien, die jetzt im ‘Westin’ komplett gestellt werden …werde mal ‘nen Flohmarkt in der Firma veranstalten müssen ,-) Das Beste war aber, dass die vom Shanghai-Center mich mir großen Augen angesehen haben, als ich die Schlüssel zurückgeben wollte…wie? Der Vertrag läuft doch bis nächstes Jahr…zuerst Schweißausbruch meinerseits, aber dann hat sich herausgestellt, dass sie im Computer einen Fehler hatten…naja, das tolle Management ist ja auch ein Grund warum ich ausziehe. Als ich vorher in meiner alten, leere Wohnung noch mal umgesehen habe, kam schon so was wie Wehmut auf…hier hat für mich das Abenteuer China vor zwei Jahren begonnen…mal sehen wie’s weitergeht.

VisitChina.de Tagebucheintrag # 254 ( von 479 )

Habe ja Mitte letzten Jahres schon mal über das aufkeimende Problem der vielen Bettler in Shanghai geschrieben, das sich erst kürzlich durch eine Gesetzesänderung ergeben hat. Inzwischen scheint sich das Ganze zu einem richtigen Berufszweig zu entwickeln …kein Wunder, denn nach einem Bericht aus Beijing verdient ein Bettler dort am Tag zwischen 2-6 Euro… wenn er gut ist sogar bis zu 20… klingt für Europa nicht sehr viel, aber verglichen mit den durchschnittlichen Monatslohn von 150 Euro, mit denen ein Chinesischer Arbeiter seine Familie ernähren muss, sind diese 180 bis 600 Euro im Monat der wahre Luxus! Habe gelesen, dass in ehemals armen Dörfern, deren Einwohner sich zu Bettel-Ausflügen in die Großstädte organisieren, in kürzester Zeit auffällig viele neue Privathäuser entstehen…. Das wäre alles noch nicht so schlimm, doch nachdem das Gewerbe mit dem Mitleid ab besten mit Kindern ( möglichst körperlich entstellt) funktioniert, treibt es den Kinderhandel weiter an. Das Thema ist in China sowieso sehr

VisitChina.de Tagebucheintrag # 252 ( von 479 )

Dem positiven Trend meiner Visitchina-Zugriffsstatistik kann ich entnehmen, dass die Feiertage in Europa gut überstanden sind und Ihr Euch nach so vielen freien Tagen beginnt zu langweilen… haltet durch, bald dürft auch Ihr wieder arbeiten! Bis dahin könnt Ihr gerne auch mal die neuen Fotos und meine Seiten außerhalb des Tagebuchs durchstöbern … Bei mir ist gerade nix besonderes los… ich arbeite, weil auch die drei Herren aus dem Morgenland hier in China nicht bekannt sind und Ende der Woche bin in beruflich in Singapur unterwegs