VisitChina.de Tagebucheintrag Tibetreise 1: Qamdo

Da derzeit ein Festival in Qamdo stattfindet beschliessen wir eine weitere Nacht zu bleiben und nicht in Bangda zu uebernachten. Morgens besuchen wir eine Open-Air-Tanzvorfuehrung, wo wir fuer die Einheimischen und die Fernsehkamears leider mehr attraktiv waren als die eigentliche Show… Auch vom anschliessende Ringkampf liessen sich viele Tibeter durch unsere Anwesenheit ablenken. Anschliessend besuchten wir das auf einem Plateau über der Stadt liegende Kloster Qiangbalin, in dem heute etwa 700 Mönche leben. Im 15. Jh. von einem Schüler Tsongkhapas gegründet, gilt es als das älteste und eines der größten Gelugpa-Klöster von Kham. Im 20. Jh. wurde es leider mehrmals zerstört, doch einige Gebäude der ursprünglich das ganze Plateau bedeckenden Anlage wurden wieder aufgebaut. Sehr interessant fand ich die Kueche (fuer Frauen verboten) in der man sich ins Mittelalter zureuckversetzt fuehlt. Riessige, russige Toepfe, ueber Holzfeuer – von oben faellt ein schwacher Lichtrahl durch die Dachbalken auf den ueber den Ofen gelagerten Raeucherkaese. Im Kloster herrscht uebrigens ausdrueckliches Fotografierverbot. Abends hatte wir das Glueck, durch gute Beziehungen einer Hotelanbgestellten, die uns uebrigens den ganzen Tag durch bdie Stadt gefuehrt hat, an Karten fuer die Folkloreauffuehrung im oertlichen Theater zu kommen.