VisitChina.de Tagebucheintrag # 224 ( von 479 )

Jetzt wird’s langsam langweilig in Shanghai zu leben … gerade wenn ich aus der Provinz in Südchina zurückkomme merke ich wie gut es den Expats in Shanghai inzwischen geht. Soeben war ich im Supermarkt und bei der reichen Auswahl an Deutschen Lebensmitteln (DrOetker Frischhefe, Knorr Fix für Zwiebelrahmschnitzel, Lavazza Espresso…) frage ich mich wirklich warum ich noch vor einem Jahr ‘nen ganzen Koffer mit dem Zeug hier hergeschleppt habe…wo ist das Pioniergefühl geblieben ? Vielleicht liegt’s auch nur daran, dass ich inzwischen weiß wo ich was bekomme. Keine Angst, ich bleibe noch ein bisschen … sind immer noch genug Herausforderungen und es bleibt viel zu erleben in Shanghai …

VisitChina.de Tagebucheintrag # 223 ( von 479 )

Fast hätte ich eine kleine Geschichte vom Suzhou-Wochenende vergessen: Dort konnten wir lernen, dass man, egal ob Chinese oder Westler ziemlich bei der Wahl des Transportmittel aufpassen muss! Die Fahrrad- und Mopedrikschas sind zwar ein ziemlicher Spaß um durch die Stadt zu sausen, aber sie versuchen einen mit allen Mitteln übers Ohr zu hauen. Das Beste war aber der anfänglich freundliche Kleinbusbesitzer, der uns am Bahnhof angesprochen hat und uns für nur 20 Yuan zum Hotel fahren wollte. Nachdem wir sechs große und zwei kleine Langnasen mit Gepäck waren schien uns der Preis wirklich ok – drei Taxen kosten mehr. auch als er auf dem Weg dorthin meinte, dass wir Ihn auch den ganzen Tag mieten können, lachten wir über die Geschäftstüchtigkeit, aber als wir nach ein bisschen Handeln auf den guten Preis von 200 Yuan für 7 Stunden Stadtrundfahrt kamen, schien es als hätten wir einen guten Deal gemacht. Komisch kam uns dann aber vor, dass er auf unsere Besichtigungswünsche so gar nicht eingehen wollte und stur auf

VisitChina.de Tagebucheintrag # 222 ( von 479 )

…und wieder Zhanjiang…hatten am Montag wirklich Glück, denn ein Taifun ist kurz vor unserer Ankunft genau über die Stadt hinweggezogen und wir konnten trotzdem als erstes Flugzeug mit nur einer Stunde Verspätung in Zhanjiang laden. Habe gehört, dass über 100.000 Häuser zerstört bzw. beschädigt wurden. Am Freitag geht’s dann wieder zurück und ich hoffe vor meinem Tibeturlaub keine Dienstreisen mehr unternehmen zu miesen, den zu viele Emails und Papier hat sich inzwischen schon gestapelt…

VisitChina.de Tagebucheintrag # 221 ( von 479 )

Komme gerade von einem Ausflug nach Suzhou zurück – hatte mir ja schon seit längerem vorgenommen die Stadt mal außerhalb von Geschäftsreisen zu besuchen, doch obwohl sie nur 45 mit dem Zug von Shanghai entfernt ist kam bisher immer was dazwischen. Wir hatten prima Wetter mit richtig blauem Himmel, doch deshalb war’s auch leider furchtbar warm ! Sehenswert sind hier natürlich die vielen Gärten, aber man muss sich darauf gefasst machen, nicht gerade alleine durch die Chinesische Geschichte zu wandeln… Was mich hier in China halt oft stört, dass die ‘alten ‘ Gebäude oft so gründlich renoviert aussehen, dass ich grundsätzlich daran zweifele, dass überhaupt noch ein original Stein verwendet wurde. In der Nanjing Xi Lu in Shanghai wird auch gerade der Jing’an Tempel ‘restauriert ‘, aber ich sehe dort nur neue Betonmauern wachsen, die später hübsch verkleidet werden….

VisitChina.de Tagebucheintrag # 219 ( von 479 )

‘Obwohl das Wetter fürs fotografieren nicht besonders geeignet war, bin ich heute endlich mal mit dem Schiffe den Huangpu bis zur Mündung in den Yangtse hoch gefahren. Wenn man fast zwei Stunden flussabwärts an Werften, Containerhäfen und Fabriken entlangfährt wird einem erst bewusst wie groß Shanghai ist und dass die Stadt als Hafen groß geworden ist. Pro Tag fahren hier 1000 Schiffe durch. Ein persönliches Ziel war auch die Wusong-Barre zu sehen, die im Buch ‘Der wilde Strom ‘ (lesenswert) beschrieben ist. Die Stelle, an der der Yangtse eine Breite von 15 Kilometer hat und mit dem Hunagpu zusammenfließt, gilt unter Seeleuten teils als die gefährlichste Zufahrt der Welt und machte den großen Schiffen der Kolonialmächte durch ihre Untiefen schon vor 200 Jahren Ärger, während die Segeldschunken darüber hinwegfuhren.

VisitChina.de Tagebucheintrag # 218 ( von 479 )

Zurück in Shanghai – die Woche ist geschafft ! Bin wirklich reif fürs Wochenende, nachdem ich die letzten Tage wieder in Zhanjiang war und täglich bis zu 13 Stunden damit verbracht habe, den letzten Teil unsere aus Deutschland gelieferten Anlage in Betrieb zu nehmen. Ist eigentlich nicht mein Fachgebiet und primäre Aufgabe des Jobs hier in China, bei schwüler Hitze in Schaltschränken rumzukriechen und Ablaufsteuerungen anzupassen, aber genau da zahlt es sich aus, wenn man in gewisser Weise Universalist ist und genau aus diesem Grund brauchen westliche Firmen auch Expats für den Aufbau in China! Schwierige technische Probleme lassen sich nun mal am schnellsten in der Muttersprache, mit einem Techniker am anderen Ende des Telefon in Deutschland lösen – da kann ich zwanzig günstige Chinesische Fachkräfte einstellen, die erst ein bisschen rumschrauben ( einer schraubt, 19 sitzen in der Hocke und sehen zu..) und schlussendlich muss dann doch ein Experte aus Europa eingeflogen werden…

VisitChina.de Tagebucheintrag # 217 ( von 479 )

Die ganze Woche sonniges Wetter, fotogener blauer Himmel und heute am Samstag Nebelwetter – grrr. kleiner Nachtrag zum Thema Stromversorgung: Inzwischen gibt es in Shanghai und Umgebung viele Industriegebiete in denen aufgrund Energiemangels an bis zu 3 Tagen der Woche der Strom abgeschaltet wird. Auch Privathaushalte sind mittlerweile betroffen (denkt mal an den Inhalt des Kühlschranks…) Offiziell wird es durch den ungewöhnlich heißen Sommer und die vielen laufenden Klimaanlagen begründet, aber die bevorstehenden Knappheit in der Energieversorgung der Industriezentren wird von Experten schon seit langem prophezeit und ist eines der größten Herausforderungen des Landes. Habe darüber ja schon an anderen Stellen geschrieben, u.a. dass sich u.a. der Wasserverbrauch Shanghais innerhalb der nächsten 3Jahre versechsfachen wird ! Leidtragend sind die Bezirke außerhalb Shanghais, weil die Regierung natürlich besonders die Versorgung der Investitionsträchtigen Boomstadt sicherstellen will.

VisitChina.de Tagebucheintrag # 216 ( von 479 )

Bin seit gestern wieder zurück in Shanghai und heute haben wir uns von der Firma aus ein paar Fabrikgebäude in der Umgebung angesehen, wobei es eigentlich viel zu heiß war um durch leerstehende, nicht klimatisierte Blechhallen zu laufen. War dennoch sehr interessant was die Industriezonen in Shanghai inzwischen bieten und wie viele große Firmen sich hier schon angesiedelt haben. Themen wie die derzeitige Stromknappheit werden trotzdem vom Management gerne vertuscht bzw. heruntergespielt. Beeindruck hat mich der Blick aus dem 26.Stock eines Gebäudes auf Pudong (links), weil einem damit auch klar wird, wo sich all die 13 Mio. Einwohner dieser Stadt verstecken…nicht zu vergleichen mit dem alten Shanghai auf der anderen Seite des Huang Pu.

VisitChina.de Tagebucheintrag # 215 ( von 479 )

Hab’ was witziges gesehen und leider kein Foto gemacht: Das stehen in den öffentlichen Parks in Zhanjiang überall Kugelrunde Mülleimer rum, die als Globus bemalt sind … an einer Stelle ist eine große Klappe als Öffnung für den Müll … und zufälligerweise hat sie immer genau die Lage und Form eines großen Landes …die USA. Leider ist im Realität genau umgekehrt – der drittgrößte Chinesische Importartikel aus den USA ist mit 1.2 MRD USD nach Flugzeugen und Computern …Müll. Trotzdem passen die Chinesen bei den Importen sehr auf: Habe gerade eine größere Ladung Baustoffe per Schiff nach China kommen lassen, doch jetzt liegt das ganze erstmal beim Zoll. Der macht immer gerne mal Ärger und so konnten (wollten) sie sich diesmal einfach nicht erklären, warum jemand so dumm sein kann, Betonblöcke aus Deutschland nach Asien zu schicken ……sehr verdächtig und deshalb ist ein übereifriger Beamter jetzt auf die Erklärung gekommen……die Blöcke sind radioaktiv verseucht und wir wollen sie hier in Ihrem schönen L