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Feb 282002
 

Bin heute Morgen weiter nach Guangzhou geflogen – konnte gleich mal den Mantel im Koffer verstauen !Kann mal wieder eine neue Erfahrung bzgl Essen erzählen: waren heute Mittag in einem Restaurant, da durfte man nicht nur wie üblich den frischen Frisch aussuchen, sondern auch die lebenden Hunde, Katzen, Hasen, Waschbär (?) usw. … die Bilder erspare ich Euch.

Feb 272002
 

Die letzten drei Tage bei Lieferanten haben wieder gezeigt, wie schwierig es doch sein kann, Geschäfte in China zu machen. Dinge, die von Europa aus als ‘kein Problem ‘ eingestuft bzw. gar nicht berücksichtigt werden, erweisen sich als unlösbare Barrieren. So wenig das moderne Shanghai mit dem restlichen China zu tun hat, so wenig reicht es auch eine Hightech Maschine in eine alte Fabrikhalle zu stellen, wenn das Bedienpersonal letzte Woche noch mit Ochsen den Acker bestellt haben. Das ist jetzt überhaupt nicht überheblich gemeint, sondern zeigt nur, dass sich nicht Menschen von heute auf morgen verändern. Anderseits spürt man hier einen so unglaublichen Willen etwas aufzubauen und zu leisten, dass man nur besorgt Richtung gesättigte, westliche Welt schauen kann. Was die Chinesen anpacken machen sie richtig und trotzdem braucht alles seine Zeit. Fliege morgen Richtung Süden nach Guangzhou – freu mich schon aufs warme Wetter…’

Feb 252002
 

Musste heute schon und 5:30 aufstehen um das Flugzeug nach Ningbo zu erreichen. Der Lieferantenbesuch war sehr interessant und ich würde Euch ja gerne Bilder von Massenproduktion a la China zeigen, aber das könnte Ärger geben ( vergleichbare Bilder vom letzten November siehe unter Photos / Asien )Darum dokumentiere ich hier lieber unser Abendessen, oder besser was unter Anderem davon auf meine Teller übrig geblieben ist … lecker, lecker, Muscheln, Schnecken, Schrimps !Ningbo hat übrigens 3 Mio Einwohner und ist trotz der Industrie (vorwiegend Textil- ) teils sehr ländlich.

Feb 242002
 

Wollte heute eigentlich mal länger schlafen, nachdem ich gestern mit meinem Kollegen das Nachleben ausprobiert habe ( und die machen hier nicht wie in München um 1 Uhr dicht …) , aber nachdem draußen so schön die Sonne scheint bin ich los, um etwas durch Shanghai zu laufen. Auch Shoppen kann man den ganzen Sonntag ohne Probleme …Da ich ab morgen für die Firma durch China reise, werde ich wahrscheinlich die nächsten zwei Wochen keine Möglichkeit haben, dieses Tagebuch im Internet zu aktualisieren – also dann bis 9.März …

Feb 232002
 

In Shanghai regnet es den ganzen Tag schon – ist super ekelhaft draußen – da setzte ich mich doch in ein Starbucks-Cafe und trinke einen Cappuccino mit Chocolate-Muffin… ok, schon besser ,-) Die Chinesen sind bei schlechten Wetter sehr erfindungsreich – siehe rechts – Moped mit eingebauten Handschuhen … wer braucht schon die BMW-Griffheizung ?’

Feb 202002
 

   Die Arbeit hält mich gerade davon ab hier mehr zu schreiben – bin ja auch nicht zum Spaß hier und die Firma will natürlich ihr Geld gut investiert sehen. Damit ich hier nicht total vom Schuss weg bin, lesen ich abends immer die Süddeutsche und den Spiegel per Internet – da steht dann etwas von Amokschützen in Freising und das Streiflicht lehrt mich, dass das heutige Datum ein Palindrom ist, wie z.B. auch das ‘Maetressenhuhnesserteam’. Das erste interessiert leider in Shanghai nicht viele Leute, das Datum schon, weil die Chinesen sehr an symbolhafte Zahlen glauben und man aus dem Grund heute einige geschmückte Hochzeitswagen fahren sieht.

Feb 172002
 

Heute Nacht hat es das erste Mal seit ich hier bin geregnet. Habe mir neulich schon Gedanken gemacht, wohin man hier gehen kann, wenn man mal genug von all den Leuten und der dichten Bebauung hat – etwas Natur halt. Die Frage hat sich heute zum Teil beantwortet, weil ich im Century Park in Pudong war. Der ist frisch angelegt worden, riesengroß, aber auch noch etwas steril. Den Menschen entgeht man hier nur bedingt, aber man kann sich in die Wiese legen und sieht, wenn man Glück hat nur Bäume um sich herum… In der Mitte ist ein großer, künstlicher See mit künstlichen Sandstrand und künstlichem Bachlauf – da haben die Chinesen wieder richtig geklotzt. Das muss man ihnen lassen, wenn sie etwas bauen, dann richtig großzügig und in atemberaubender Geschwindigkeit. Da wird nicht lange diskutiert, mit Baustop, Bürgerbegehren usw. sondern einfach Bagger holen und weg mit dem alten Zeug – darum bekommen die hier jetzt auch den Transrapid … ob das immer gut für Natur, Land, Volk und besonders für den Einzelnen ist

Feb 162002
 

‘Habe heute meine erste Friseur-Erfahrung in Shanghai gemacht. Die ganze Prozedur beginnt mit Shampoonieren und fast 45 Minuten Massage ( He, Jungs , nicht was Ihr denkt, nur Kopf, Schulter und Hände, alles im grünen Bereich :-)) und dann schneiden. Wusste das eigentlich schon aus Vietnam, ist aber immer wieder ein Erlebnis. War fast eineinhalb Stunden in dem Laden – das ist halt eine Service liebe deutschen Friseure – nur mit der Unterhaltung klappt’s halt noch nicht so und der Schnitt ist nicht wirklich so wie ich Ihn wollte …Eine andere Sache, die zuhause ganz normal ist, hier aber Problem machen kann, ist auf der Bank Geld abzuheben … hab inzwischen ein echt chinesisches Bankkonto mit Karte – prima, nicht ? Die Frage ist nun wirklich wie man da an sein Geld rankommt. Zum Glück gibt’s ja inzwischen überall Bankomaten – also Karte raus – in den Schlitz geschoben und dann… versteht man nur noch chinesisch !! Werde nervös und denke mir, wie bekomme ich zumindest die Karte wieder raus ? Tipp: die Farben

Feb 142002
 

Heute ist es schlagartig wieder kälter geworden. Dachte mir eigentlich, das ist eine prima Gelegenheit mir mal das nagelneue Technikmuseum in Pudong anzusehen. War nicht der Einzige mit der Idee und eigentlich hätte ich wissen müssen, dass die Chinesen die freien Tage nutzen – geh ja auch nicht am Osterwochenende in Deutsche Museum. Macht nix, jetzt weiß ich wenigstens, dass ich dort einfach per U-Bahn hinkomme ( 7 Stationen – immer schön mitzählen – muss unbedingt diese Schriftzeichen lernen ! ) Nachmittags habe ich dann einige Fotos gescannt -> Photos/Reports

Feb 122002
 

Chinese New Year – Bin heute wieder durch die Stadt gelaufen und einem Instinkt folgend beim Yuyuan Garden vorbeigegangen. Hier war halb Shanghai !! Man muss dazu sagen, dass dieser Bazar ohnehin zu den Sehenswürdigkeiten Shanghais gehört und besonders zum Neujahrsfest der dortige Daoistische Tempel die Massen anzieht ( kenne den religiösen Hintergrund leider nicht). Trotz der unglaublichen Menschenmassen war es absolut sehenswert und ich habe ziemlich viele Fotos gemacht.